Für eine neue Mietenpolitik in Freiburg. Neuer Stadtteil Dietenbach nur mit 50% Quote. Mietenpolitik von unten selbst gestalten.

Fast 150 Teilnehmer*innen diskutierten auf Einladung des Freiburger Mietenbündnisses in der brechend vollen Mensa der Hebelschule gestern am 11.2. an acht „Thementischen“ über Bausteine einer neuen Mietenpolitik in Freiburg. Günter Rausch stellte einen Entwurf eines Mietenpolitischen Manifestes vor, das die Grundzüge einer Wohnungs- und Mietenpolitik darstellt, die sich wieder an den Bedürfnissen der Freiburger Mieter*innen orientiert und damit eine deutlich klarere soziale Ausrichtung haben muss.
Kernpunkte des Manifestes sind eine Absage an jegliche Privatisierung und damit Vergabe städtischer Grundstücke nur noch in Erbpacht, mehr Wohnungen mit (unbefristeten) Sozialbindungen, eine aktive Liegenschaftspolitik, ein Mieterhöhungs-Stopp und die konsequente Durchsetzung einer 50% Quote für geförderten Mietwohnungsbau. An weiteren Thementischen wurde u.a. über Bürger*innen-Baugenossenschaften, über Quartiersarbeit und die künftge Ausrichtung der Freiburger Stadtbau diskutiert. Anne Reyers vom Freiburger Mietenbündnis stellte fest, der klare Tenor der Veranstaltung war es, dass eine Entscheidung für einen neuen Stadtteil eindeutig an der konsequenten Umsetzung der 50% Quote hinge.
Das Mietenbündnis kündigte für den 13.3. eine weitere Veranstaltung mit dem Stadtsoziologen Andrej Holm zum Thema „nachhaltig bezahlbare Mieten“ an. Weitere Aktionen und Veranstaltungen des Mietenbündnisses werden folgen. „Wir nehmen die drastischen ständigen Mieterhöhungen und die Wohnungsnot in Freiburg nicht mehr hin“, so das Freiburger Mietenbündnis.